Fleckenbehandlung allgemein:
Hier gilt die Grundregel: Tupfen nicht reiben, denn durch das Reiben werden Flecken nur tiefer ins Gewebe gedrückt.
Von außen nach innen arbeiten verhindert die weitere Ausbreitung des Flecks.
Flüssigkeiten lassen sich besser mit Küchenpapier aufsaugen.
Spezielle Flecken entfernen:
Rotwein: Sofort mit Küchentuch aufsaugen und anschließend mit Mineralwasser + Spülmittel tupfen. Salz saugt Flüssigkeiten zwar auf, kann aber Farbstoffe im Teppich fixieren (vor allem bei hellen Teppichen kontraproduktiv) ist also nicht empfehlenswert. Eine Alternativlösung dazu ist Natronpaste oder ein spezieller Fleckenentferner für Rotwein.
Kaffee- und Teeflecken: Bei synthetischen Teppichen wie z. B. Polyamid, Polyester, Polypropylen, Kaltes Wasser und etwas Essig, da Essig Gerbstoffe löst.
Fett- und Ölflecken: lassen sich vor allem mit Speisestärke oder Backpulver entfernen, da diese das Fett aus den Fasern saugen (30 Minuten einwirken lassen). Anschließend gründlich absaugen und mit einer Spülmittellösung abtupfen. Schließlich mit klarem Wasser nachbehandeln und trocknen, um Seifenränder zu vermeiden.
Blut: Blutflecken NUR mit kaltem Wasser behandeln, da warmes Wasser Eiweiß fixiert. Eine Salzwasserlösung kann helfen, das Blut aufzulösen.
Kaugummi: Den Kaugummi mit Eiswürfeln oder einem Kältespray vereisen und im Anschluss vorsichtig abkratzen. Danach ggf. mit etwas Alkohol oder Spülmittel nachtupfen, um Fettrückstände zu entfernen.
Tierurin: hierfür gibt es spezielle Enzymreiniger, die die Harnsäure biologisch abbauen. Natron danach ist sehr gut, da es hilft, die Gerüche zu neutralisieren und Feuchtigkeit bindet. Wenn kein Enzymreiniger da ist, kann man auch vorsichtig mit verdünntem Alkohol (70%) arbeiten.
Nachhaltige Teppichpflege:
Regelmäßige Pflege: Im Idealfall den Teppich 1-2x pro Woche saugen, vor allem in stark genutzten Bereichen ist dies von Vorteil. Die Nutzung eines Dampfreinigers ist besonders für Allergiker gut, denn dabei werden Bakterien und Milben getötet.
Gerüche entfernen: Den Teppich trocken und staubfrei machen. Natron (Backnatron) großzügig (eine dünne Schicht) aufstreuen und über Nacht einwirken lassen (mindestens 6 Stunden). Am nächsten Morgen dann gründlich absaugen. Warum Natron? Natron neutralisiert Gerüche chemisch, anstatt diese nur zu überdecken. Es bindet Feuchtigkeit, Fett und Geruchsmoleküle, die sich in den Teppichfasern festsetzen.
Bei Teppichen aus Naturfasern (Wolle, Seide, Sisal …) kann Essig zu sauer wirken und es besteht die Gefahr, dass die Fasern aufrauen oder entfetten. Auch bei Farben oder Mustern sollte man mit der Anwendung von Essig aufpassen, da Farben manchmal ausbleichen können.
In diesen Fällen:
Wollteppiche: Mit lauwarmem Wasser und Wollwaschmittel oder milder Seife die Flecken vorsichtig abtupfen
Seidenteppiche: Mit destilliertem Wasser und milden Seidenwaschmittel vorsichtig behandeln, anschließend sofort trocken tupfen.
Sisal, Jute oder Kokosteppiche: diese Teppiche vertragen Feuchtigkeit nicht so gut und wellen sich schnell. Hier am besten auf eine trockene Reinigung zurückgreifen, wie Natron oder Maisstärke. Auf die Stelle aufstreuen, 2-3 Stunden wirken lassen und gründlich absaugen.
Bei hartnäckigen Flecken oder empfindlichen Teppichen ist es jedoch am besten eine professionelle Reinigung aufzusuchen!
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25.10.25
Teppich reinigen und Flecken behandeln
Wem ist es nicht schon einmal passiert, aus Versehen kippt eine Tasse Kaffee um, und ausgerechnet auf den neuen beigen Teppich. Wie bekomme ich jetzt diesen Fleck raus, ohne es schlimmer zu machen? Und wie kann ich meinen Teppich nachhaltig pflegen?